Hieronder vind je de artikelen die eerder "Aktuell" waren op onze homepage. Door op de korte beschrijving te klikken roep je het betreffende artikel op.
Die Deutschen sind zuverlässig,
fleißig und haben keinen Humor. Das denken sie jedenfalls über sich
selbst. Doch was sagen Nachbarn und Besucher über die Bewohner der
Bundesrepublik?
Die
europäischen Nachbarn halten die Deutschen vor allem für gut organisiert,
akkurat und leicht pedantisch. Das ergab eine
Studie der GfK Marktforschung, in der rund 12 000 Bürger in
Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden,
Österreich, Polen, Russland, Tschechien und der Türkei befragt wurden.
Zuverlässigkeit, Umgänglichkeit und Geselligkeit sind
Eigenschaften, die oft in den Deutschen gesehen werden. Jeder fünfte
Niederländer beschreibt die Deutschen als nette und freundliche Menschen,
immerhin ein Fünftel der Franzosen betont die Partnerschaft mit den europäischen
Nachbarn. In Russland geben acht Prozent der Menschen an, dass sie die Deutschen
mögen.
Allerdings: Nahezu jeder fünfte Tscheche hält die Deutschen für arrogant, acht
Prozent der Österreicher sagen spontan, dass sie die Deutschen nicht mögen,und
knapp jeder zehnte Italiener verbindet Deutschland immer noch mit Hitler und den
Nazis.
Allerdings sind es aber vor allem die Deutschen selbst, die dazu neigen, sich in
übertriebenem Maße Sorgen zu machen und vor allem die eigenen Schwächen sehen:
So antworten rund sieben Prozent der Bundesbürger auf die Frage „Was ist deutsch?“,
dass die Deutschen pessimistisch seien und viel jammern. Eine Einschätzung, die
in den anderen Ländern Europas so gut wie überhaupt nicht geteilt wird.
Verlässt man gar die Grenzen Europas, kommt Verwunderliches zu Tage: Die
Amerikaner halten Deutsche für sehr freizügig, die Chinesen für langsam, und
Menschen aus Costa Rica finden sie gar offen und sehr zugänglich. Das jedenfalls
äußerten Austauschschüler des Goethe-Institus, als sie zu den Deutschen befragt
wurden.
Die Museumsinsel auf
dem
Weg in die Zukunft.
Zehn Jahre soll die
Gesamtinstandsetzung der Berliner Museumsinsel, einem weltweit
einmaligen Ensemble von fünf herausragenden Museumsgebäuden, dauern.
Über eine Milliarde Euro wird die Renovierung des größten
Universalmuseums der Welt mit Werken aus 5.000 Jahren Kulturgeschichte
kosten. Mehrere
Architektenbüros wurden mit diesem Großprojekt beauftragt. Der englische
Architekt David Chipperfield ist nicht nur für die Renovierung des Neuen
Museums, sondern auch für den so genannten Masterplan, die Verbindung
der Häuser, das Gesamtkonzept, zuständig.
Dabei geht es darum,
dass in Zukunft, wenn noch sehr viel mehr Besucher auf die Insel kommen, diese
sich besser orientieren können. Dazu soll es neben den einzelnen Eingängen für
jedes Haus auch eine gemeinsame Passage zur Erschließung von vier der Museen
geben.
Die dafür notwendigen
Sockelgeschosse sind bereits in die Gesamtinstandsetzung jedes Hauses einbezogen.
Letztlich ist nur noch zu klären, wie sie verbunden werden. Es soll ein Weg
entstehen, der mal durch Höfe mal durch Gänge führt, mal enorme Höhen hat, mal
flache Gewölbe, der in Tiefen hinunter und über Treppen nach oben verläuft, der
mal eng und mal weit ist.
Miteinander verbunden, erzählen die Ausstellungsräume dann ihre eigene
Geschichte mit Themen, die alle Kulturepochen verbinden. Trotz aller Argumente
ist dieser Teil des Masterplans beim Bund, dem Finanzier des Gesamtprojektes,
noch nicht durchgesetzt.
Empfang im Glaswürfel
Wenn erst mal alle
Arbeiten abgeschlossen sind, rechnet man mit bis zu vier Millionen Besuchern pro
Jahr. Damit dieser Ansturm bewältigt werden kann, ist ein neues Eingangsgebäude
geplant. Der Bau, klar erkennbar aus heutiger Zeit, wird vorn neben dem Neuen
Museum, wo sich einst der Packhof befand, gebaut. Der neue Eingangsbereich wird
mit allen Serviceeinrichtungen versehen sein, die Museumsbesucher von heute
erwarten.
Gewalt an Berliner
Rütli-Schule löst Debatte um Schulformen aus
Der Hilferuf von Berliner Lehrern wegen wachsender
Gewalt an ihrer Schule hat eine Debatte über die Zukunft der
Hauptschulen ausgelöst. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit
stellte die Zukunftsfähigkeit dieser Schulform in Frage. Es bestehe
grundsätzlicher Diskussionsbedarf, "ob die kombinierte Haupt- und
Realschule oder auch die
Gesamtschule bessere Lösungen der Probleme anbieten können"(klik op de foto om de video "Mit Polizeischutz in
die Schule" te bekijken)Bundeskanzlerin Angela Merkel wandte sich gegen ein
flächendeckendes Gesamtschulsystem. Vor der Rütli-Schule im Berliner Stadtteil
Neukölln versuchte die Polizei am Freitag unterdessen, für Sicherheit und eine
Entspannung der Lage zu sorgen.
Bundeskanzlerin Merkel sprach sich mit Nachdruck
für einen verstärkten Einsatz von Sprach- und Integrationskursen
für Zuwanderer aus und forderte mehr Nationalstolz der Deutschen
ein. "Es muss klar sein, dass in einer deutschen Schule ab der
ersten Klasse im wesentlichen Deutsch gesprochen wird." Die
Debatte um einen hessischen Einbürgerungstest bezeichnete die
CDU-Chefin als skurril. Die Tatsache, dass viele Deutsche selbst
nicht wüssten, wo die deutschen Mittelgebirge liegen, sei kein
Argument dafür, auf diese Frage an die Einbürgerungswilligen
verzichten. "Dann müssen wir uns vielleicht selbst auf den
Hosenboden setzen." Wenn die Bürger wieder Stolz auf ihr Land
seien, übertrage sich dies auch auf Zuwanderer.
An diese Schulen müssen
neue Lehrer kommen, die sich gut ausgebildet und motiviert den
Anforderungen stellen.
Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister in
Berlin
Wowereit erklärte, ungeachtet der Frage nach der
Schulform sei es notwendig, den einzelnen Schulen an den
sozialen Brennpunkten "jedwede nur mögliche Hilfestellung zu
geben". Dazu gehöre, dass die Schulaufsicht verstärkt ihre
Beratungsfunktion wahrnimmt, forderte er. "Mittelfristig muss
durch organisatorische Maßnahmen auch dafür gesorgt werden, dass
an diese Schulen neue Lehrer kommen, die sich gut ausgebildet
und motiviert den Anforderungen stellen." Der gegenwärtige
Polizeieinsatz sei höchstens punktuell von Nutzen, könne aber
keine Dauerlösung sein, meinte Wowereit. "Die Probleme der
Schule sind Ausdruck der Probleme in der Gesellschaft."
Auf der
Insel Rügen
versuchen die Behörden mit allen Mitteln, die Ausbreitung der
gefährlichen Vogelgrippe zu stoppen. Die ersten Geflügelbestände sollen
heute gekeult werden. Betroffen sind zunächst rund 2.000 Tiere eines
Freiland-Hofes am Rande der Sperrzone
Auf
der Insel Rügen beginnen die Behörden wegen der Vogelgrippe damit, erste
Nutztierbestände zu keulen. Betroffen sind zunächst rund 2000 Tiere
eines Freiland-Hofes am Rande der Sperrzone.
Nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns
Landwirtschaftsminister Till Backhaus hatte es zuvor eine "umfassende
Risikobewertung" gegeben. Bisher sei aber noch kein Befall bei
Haustieren festgestellt worden.
Auf Rügen waren am vergangenen Dienstag die ersten Fälle von
Vogelgrippe in Deutschland nachgewiesen worden. Seither breitet sich die
Tierseuche auf der Insel immer weiter aus. Inzwischen wurden insgesamt 41 tote
Tiere positiv auf das gefährliche Virus H5N1 getestet.
Experten kritisieren Journalisten
Trotz der Ausbreitung halten Experten eine Quarantäne für die
Insel derzeit nicht für notwendig. Auf Rügen seien alle notwendige Schritte
getan worden - von der Stallpflicht über die Einrichtung von Schutzzonen bis zu
den Untersuchungen von Nutztieren und Wildvögeln, sagte der Präsident des
Friedrich-Loeffler-Institutes, Thomas Mettenleiter, in der "Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung".
Er kritisierte das Verhalten von Medienvertretern auf der
Insel. "Das Problem ist, dass Journalisten sehr nahe an die toten Tiere
herangehen und auch das Aufsammeln der Kadaver filmen - teilweise bis in die
Kadaversäcke hinein", sagte Mettenleiter. Anschließend gingen die Kamerateams
mit ihrer kontaminierten Ausrüstung und Kleidung unmittelbar in die
Geflügelbestände hinein. "Das ist völlig unverantwortlich und genau das, was wir
verhindern wollen", so Mettenleiter im MDR.
Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart
wird am 27. Jänner 1756 in Salzburg geboren. Vater Leopold Mozart
bringt seinen Kindern Wolferl und Nannerl das Spiel auf Cembalo,
Orgel und Geige bei. Mit fünf Jahren schreibt sein genialer Sohn die
erste Komposition.
Leopold Mozart erweist sich als erfolgreicher
Manager seiner Kinder: Bei einer mehrmonatigen Wien-Reise 1762
dürfen die Mozart-Kinder im Spiegelsaal von Schloss Schönbrunn vor
Kaiserin Maria Theresia musizieren.
Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart
wird am 27. Jänner 1756 in Salzburg geboren. Vater Leopold Mozart
bringt seinen Kindern Wolferl und Nannerl das Spiel auf Cembalo,
Orgel und Geige bei. Mit fünf Jahren schreibt sein genialer Sohn die
erste Komposition. Leopold Mozart erweist sich
als erfolgreicher Manager seiner Kinder: Bei einer mehrmonatigen
Wien-Reise 1762 dürfen die Mozart-Kinder im Spiegelsaal von Schloss
Schönbrunn vor Kaiserin Maria Theresia musizieren.
Nach dem Konzert hüpft Wolferl
ganz ohne Scheu der Monarchin auf den Schoß, umarmt und küsst sie. Das
Wunderkind, ein kleiner Mann mit gepuderter Perücke und Miniaturdegen, ist
Stadtgespräch.
1768, beim zweiten Besuch der Familie Mozart in der Kaiserstadt, gewährt Maria
Theresia dem Zwölfjährigen eine zweistündige Audienz in der Hofburg, der
Residenz der Habsburger für mehr als 600 Jahre. Wolfgang ist mittlerweile weit
gereist: Er kennt London, Paris, Brüssel und viele Städte in Deutschland und hat
in fürstlichen Salons und (wenn die Reisekasse halb leer war) bürgerlichen
Tanzsälen aufgespielt. Im Herbst 1781 gibt Mozart zu Ehren des Herzogs von
Württemberg ein Konzert in der Hofburg. Den Weihnachtsabend desselben Jahres
verbringt er mit Kaiser Josef II., Maria Theresias Sohn, in den
Kaiserappartements.
Nach dem Konzert hüpft Wolferl
ganz ohne Scheu der Monarchin auf den Schoß, umarmt und küsst sie. Das
Wunderkind, ein kleiner Mann mit gepuderter Perücke und Miniaturdegen, ist
Stadtgespräch.
1768, beim zweiten Besuch der Familie Mozart in der Kaiserstadt, gewährt Maria
Theresia dem Zwölfjährigen eine zweistündige Audienz in der Hofburg, der
Residenz der Habsburger für mehr als 600 Jahre. Wolfgang ist mittlerweile weit
gereist: Er kennt London, Paris, Brüssel und viele Städte in Deutschland und hat
in fürstlichen Salons und (wenn die Reisekasse halb leer war) bürgerlichen
Tanzsälen aufgespielt. Im Herbst 1781 gibt Mozart zu Ehren des Herzogs von
Württemberg ein Konzert in der Hofburg. Den Weihnachtsabend desselben Jahres
verbringt er mit Kaiser Josef II., Maria Theresias Sohn, in den
Kaiserappartements.
Vier Menschen sind bei den extremen Temperaturen in
Deutschland erfroren. In
Sachsen-Anhalt bestätigte die Polizei einen Todesfall in der Stadt
Wolfen. Eine 74-jährige gehbehinderte Frau war auf dem Weg zum
Briefkasten gestürzt. Sie konnte nicht allein wieder aufstehen und
erfror. Ein weiteres Opfer wurde bereits am Sonntag in Sachsen-Anhalt
nahe Salzwedel entdeckt. Wie die Polizei mitteilte, fanden Jogger den
erfrorenen 48-Jährigen auf einem Feld.
In Wiesbaden erfror ein Obdachloser. Ein Spaziergänger hatte
zunächst gedacht, der Mann in einer Schutzhütte am Rheinufer würde schlafen,
stellte dann aber den Tod des 39-Jährigen fest. Im niedersächsischen Hameln
erfror ein 68-Jähriger nach einem Sturz wenige Meter von seinem Haus entfernt.
Behinderungen bei der Bahn
Im Schienenverkehr sorgte der Frost in der Nacht und am Morgen
für technische Störungen. Die Deutsche Bahn in Thüringen klagte über vereiste
Weichen und Zugtüren. Signale hätten nicht funktioniert, Schranken ihren Dienst
verweigert, sagte eine Sprecherin. Das große Chaos blieb aber aus. Die
Verspätungen lägen mit zehn bis 30 Minuten im Rahmen.
Dauerfrost hält noch Tage an
Auch für die nächsten Tage sagen die
Meteorologen weiterhin Temperaturen deutlich unter Null voraus. Am Mittwoch soll
dann ein Schneefallgebiet über den Norden und Osten Deutschlands hinwegziehen,
die Temperaturen steigen etwas an. Bereits am kommenden Wochenende erwarten die
Wetterdienste allerdings die nächste Kältewelle.
Deutsche Automobilhersteller haben bei der
Detroit Motor Show
hervorragende Ergebnisse präsentiert. Sowohl
DaimlerChrysler als auch
Volkswagen
meldeten kräftige Umsatzzuwächse.
Die beiden wichtigsten deutschen Autobauer DaimlerChrysler und
Volkswagen sind mit Rekordabsätzen in das neue Jahr gestartet:
DaimlerChrysler hat 2005 zum ersten Mal mehr als 4 Millionen Wagen
verkauft und ein Plus von 3,8 Prozent eingefahren.
Der Volkswagen-Konzern erntete die Früchte seines Modellfeuerwerks und
setzte 2005 rund 5,24 Millionen Fahrzeugen ab, das sind 3,2 Prozent mehr
als im Vorjahr.
Bei den
Stuttgartern war die US-Tochter Chrysler Motor des Erfolges: Die Nachfrage legte
weltweit um 4,7 Prozent auf mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge zu. Die Mercedes
Car Group, 2005 lange das Sorgenkind, steigerte die Pkw-Auslieferungen um 1,7
Prozent auf mehr als 1,2 Millionen. Konzernchef Dieter Zetsche nannte das
Ergebnis "eine solide Grundlage für nachhaltiges profitables Wachstum".
Für die Marke Mercedes-Benz stieg der weltweite Absatz um 1,6 Prozent auf 1,077
Millionen Autos. In den USA setzte die Marke mit dem Stern 224.400 Pkw ab und
erzielt damit die zwölfte jährliche Absatzsteigerung in Folge. In Westeuropa
hingegen hätten die Verkäufe mit 661.500 Einheiten (Vorjahr 666.900) nur
annähernd auf Vorjahresniveau gelegen. In Deutschland seien 319.900 Fahrzeuge
ausgeliefert worden, etwa 18.000 weniger als im Vorjahr, wie es hieß.
Der einstige Problemfall Chrysler wurde 2005 zum erfolgreichsten
Unternehmensteil: Weltweit wurden 2,83 Millionen Autos abgesetzt.
"Dabei übertrafen die Verkaufszahlen in allen Verkaufsregionen (USA, Kanada,
Mexiko und internationale Märkte) den Vorjahreswert", berichtete der Konzern.
Beim Volkswagen-Konzern war das bisherige Jahr mit dem höchsten Absatz 2001 mit
5,08 Millionen Fahrzeugen. Fünf der wichtigsten sieben Konzernmarken erzielten
jetzt Rekordergebnisse.
Audi legte um 6,4 Prozent auf 829.000 Auslieferungen zu, mehr als je zuvor. Die
Hauptmarke VW wuchs um 0,8 Prozent auf 3,09 Millionen Stück, wie es hieß. Skoda
erzielte mit 492.000 Stück einen Zuwachs von 9 Prozent und ebenfalls einen
Rekord.
Besondere Stärke zeigte VW in Westeuropa und hier vor allem im Heimatmarkt. In
Westeuropa wurden 2,94 Millionen Stück abgesetzt, 6,7 Prozent mehr. In
Deutschland legte VW um mehr als 8 Prozent auf 1,03 Millionen Verkäufe zu.
Sehr gut lief es für VW auch in der Region Südamerika/Südafrika mit einem Plus
von 11,7 Prozent auf 596.000 Stück. In den USA musste der Konzern dagegen ein
Minus von 7,6 Prozent auf 312.000 Stück hinnehmen. In China verteidigte der
Konzern trotz eines Rückgangs um 11,7 Prozent auf 572.000 die Marktführerschaft
bei den Personenwagen, wie VW mitteilte.
Julia Jentsch als beste europäische Schauspielerin
ausgezeichnet
"Sophie Scholl"-Darstellerin Julia Jentsch ist am
Samstagabend in Berlin als beste europäische Schauspielerin
ausgezeichnet worden. Sie wurde damit für ihre Rolle in Marc Rothemunds
Film
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" über die studentische
Widerstandsgruppe "Weiße Rose" im Dritten Reich geehrt. Bester
europäischer Regisseur des Jahres ist der Österreicher Michael Haneke.
Er wurde am Samstagabend in Berlin für seinen Film "Caché" über
traumatische Vergangenheitsbewältigung in Frankreich zum Kolonialkrieg
in Algerien mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.
"Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Es ist wundervoll", sagte Jentsch, die auch den
europäischen Publikumspreis erhalten hatte.
"Ich liebe den Film"
Die Auszeichnungen wurden am
Samstagabend in der Berliner Arena bei der Gala zum
Europäischen Filmpreis 2005 vergeben. Der
Publikumspreis für den besten Regisseur ging an Marc
Rothemund, den Macher von "Sophie Scholl". "Es ist
unglaublich. Während des letzten Jahres gab es so
viele Preise für "Sophie Scholl". Vielen Dank all
den Menschen, die sich den Film angesehen haben",
sagte Jentsch, die für ihre Rolle bereits einen
Silbernen Bären auf der diesjährigen Berlinale
gewonnen hat.
Der Publikumspreis für den besten
Schauspieler ging an Orlando Bloom für seine Rolle
in "Kingdom of Heaven". In insgesamt 17 Kategorien
wurde der Europäische Filmpreis in diesem Jahr
vergeben. Der neue Kulturstaatsminister Bernd
Neumann (CDU) begrüßte die rund 1200 Gäste mit einem
Bekenntnis zu den bewegten Bildern: "Ich liebe den
Film, ich liebe den europäischen Film, ich liebe den
deutschen Film. Und das kann man an dieser Stelle ja
auch mal sagen."
Wer im Januar, Februar
oder März geboren wurde, bekommt später die besseren Noten
Oslo - Kinder, die das Licht der Welt in den ersten
drei Monaten des Jahres erblickten, haben in der Schule signifikant
bessere Noten. Das fanden zumindest Wissenschaftler der
Universität Oslo bei
einer Studie mit 6700 Schülern im Alter zwischen 14 und 15 Jahren heraus.
"Wir waren überrascht, wie groß die Unterschiede sind", kommentiert
Forscher Lars Lien die Resultate der Untersuchung. Am schlechtesten
schnitten andererseits jene Schüler ab, die in den letzten drei Monaten
des Jahres geboren wurden. Diesen, so ein weiteres Ergebnis der Studie,
fällt es überdies deutlich schwerer, Freundschaften zu schließen.
Wissenschaftlich erklären können die norwegischen
Forscher ihren Befund indes nicht, dennoch wollen sie dazu
keinesfalls die Astrologie bemühen. Ebensowenig andere Forscher, die
in den vergangenen Jahren immer wieder spannende Zusammenhänge
zwischen dem Geburtsmonat und menschlichen Eigenschaften entdeckt
haben. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demographische
Forschung in Rostock haben etwa aus den Daten von mehr als einer
Million Menschen herausgefiltert, daß im Herbst Geborene im
Durchschnitt deutlich älter werden als Frühlingskinder. Dafür
scheint ein Geburtstag im Winter wiederum das Risiko für bestimmte
Zivilisationskrankheiten zu erhöhen. Wer in der kalten Jahreszeit
geboren wird, hat später ein deutlich höheres Risiko, an einer
Herzerkrankung zu leiden.
Über ein deutlich geringeres Risiko, an Krebs
zu erkranken, dürfen sich hingegen Menschen freuen, die zwischen Mai
und August auf die Welt gekommen sind. Im Frühling und Sommer
Geborene werden überdies statistisch gesehen größer und sind in
aller Regel auch optimistischer als Herbst- und Winterkinder.
Linkshänder werden besonders häufig zwischen
September und Februar geboren, Frühlingskinder neigen stärker als
andere zur Schüchternheit, und im Sommer Geborene haben von allen
die positivste Lebenseinstellung. Die Forscher versuchen die zum
Teil sehr verblüffenden Daten mit den Lebenserfahrungen zu erklären,
die ein neugeborenes Kind in den ersten Lebenswochen macht. Es
klingt plausibel, daß helle, sonnenverwöhnte Tage einen neuen
Erdenbürger anders zu prägen vermögen als dunkle Wintertage. Doch
die genauen Zusammenhänge sind wissenschaftlich unverstanden.
Vorerst ist das alles nur Statistik.
Die
Koalitionsverhandlungen sollen am Montag beginnen. Schröder kündigt
seinen Rückzug an. Die SPD
soll für ihren Kanzler-Verzicht acht Ministerien bekommen.Die
Entscheidung im Machtkampf um das Kanzleramt ist gefallen.
Angela Merkel
wird aller Voraussicht nach Deutschlands erste Kanzlerin. Die
CDU-Chefin bestätigte
nach einer Sitzung des CDU-Vorstandes, daß Union und SPD sich auf den
Zuschnitt der künftigen Bundesregierung verständigt hätten. Die Union
wird nach ihren Worten das Kanzleramt besetzen. Die SPD werde acht
Fachminister stellen, die Union neben Kanzler und Kanzleramstchef sechs
Fachminister.
Wer von CDU-Chefin Angela
Merkel den Satz „Ich werde Bundeskanzlerin“
erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Bei ihrer
mit Spannung erwarteten Pressekonferenz rang
sich Merkel auf die Frage, wie sie sich als
künftige Bundeskanzlerin fühle, nur ein „Ich
fühle mich gut“ ab. In punkto Außenpolitik
erklärte sie dann, sie werde als Kanzlerin
Besuchsprogramme gestalten.
Die Koalitionsverhandlungen werden am kommenden
Montag beginnen. Dafür habe sich der
CDU-Vorstand sich einstimmig ausgesprochen,
sagte Merkel. Den Verhandlungskommissionen von
Union und SPD für die Bildung einer großen
Koalition würden jeweils 15 Personen angehören.
Mitte November könnte Merkel dann
zur Kanzlerin gewählt werden. Der CDU-Vorstand
hat am Vormittag einstimmig der Aufnahme von
Koalitionsverhandlungen zugestimmt. Am 14.
November soll dann ein Sonderparteitag der CDU
in Berlin das Verhandlungsergebnis debattieren.
Auch das SPD-Präsidium hatte bereits grünes
Licht für die Aufnahme von
Koalitionsverhandlungen mit der Union gegeben.
Schröder zieht sich zurück
Union und SPD haben sich nach übereinstimmenden
Medienberichten über die Verteilung der Ressorts
in einer großen Koalition verständigt. Nach
Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa)
soll die SPD das Auswärtige Amt und die
Ministerien Finanzen, Entwicklung, Justiz,
Gesundheit, Umwelt, Verkehr sowie Arbeit und
Soziales bekommen. Bundeskanzler Gerhard
Schröder (SPD) wird Merkels Kabinett allerdings
nicht angehören. Schröder habe dies im
SPD-Vorstand angekündigt, verlautete aus
Teilnehmerkreisen.
Stoiber verläßt Bayern
Die Union stellt den Informationen zufolge die
Minister für die Ressorts Verteidigung, Innen,
Wirtschaft und Zukunftstechnologie,
Verbraucherschutz und Agrar, Bildung und
Forschung sowie Familie, Senioren und Jugend.
Über Namen sei nicht gesprochen worden, hieß es
in Unionskreisen. Von den sechs Unions-geführten
Ministerien sollen zwei auf die CSU entfallen.
Der CSU-Chef Edmund Stoiber übernimmt nach
unbestätigten Angaben das Wirtschaftsministerium.
Der bisherige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang
Clement (SPD) wird nach eigenen Angaben nicht
mehr in einem künftigen Kabinett vertreten sein.
Vier inhaltliche Eckpunkte
Inhaltlich legten sich Union und SPD zunächst
nur auf vier Eckpunkte fest. Bis 2010 sollen die
Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei
Prozent des Bruttosozialprodukts gesteigert
werden. Über betriebliche Bündnisse für Arbeit
soll mit den Sozialpartnern gesprochen werden.
Bei einer Einkommenssteuerreform sollen Sonn-
und Feiertagszuschläge steuerfrei bleiben. Zudem
nahmen Union und SPD eine Angleichung der
Freibeträge für Erwachsene und Kinder sowie ein
Elterngeld ins Visier. Ob die Mehrwertsteuer
erhöht wird, ist noch offen.
Durchfallquote beim Fitnesstest
steigt bei Gymnasiasten stark an.
Immer mehr potenzielle
Bundeswehr-Rekruten fallen bei der Musterung
durch, weil sie zu dick sind und zur
Fettsucht neigen. Das fanden Ärzte des
zentralen Instituts des Sanitätsdienstes der
Bundeswehr in Koblenz heraus.
Ein Sprecher des
Verteidigungsministeriums bestätigte einen
entsprechenden Bericht der
"Hannoverschen
Allgemeinen Zeitung". Die in dem Bericht
genannten Zahlen seien allerdings nicht neu, sondern
stammten aus einer Anfang 2005 veröffentlichten
Studie, sagte der Ministeriumssprecher.
Die Ärzte hätten das
Verteidigungsministerium jetzt darauf aufmerksam
gemacht, dass beim Fitnesstest vor dem Eintritt in
die Bundeswehr die Durchfallquote ständig größer
wird, so die Zeitung. Sie liegt inzwischen bei fast
40 Prozent und ist bei Gymnasiasten in den
vergangenen fünf Jahren am stärksten angestiegen.
4,6 Prozent "voll
verwendungsfähig"
Waren 1999 noch 7,6 Prozent der
Gemusterten für die Streitkräfte "voll
verwendungsfähig", so werden inzwischen nur noch 4,6
Prozent in diese Kategorie eingestuft. "Die
vorliegenden Ergebnisse sprechen dafür, dass in der
Bevölkerung der Anteil von übergewichtigen jungen
Untrainierten mit geringer körperlicher
Leistungsfähigkeit beträchtlich ansteigen wird",
warnten dem Pressebericht zufolge
Admiraloberstabsarzt Karsten Ocker und seine
Ärztekollegen aus Koblenz.
Laut Verteidigungsministerium bezog
sich der Sanitäts-Inspekteur auf die Anfang des
Jahres in der Wehrmedizinischen Monatszeitschrift
erschienene Untersuchung "Physical Fitness". In der
Langzeitstudie seien die Musterungsergebnisse der
Jahre 1995 bis 2005 ausgewertet worden. "Mit dieser
Thematik beschäftigen wir uns schon lange Zeit",
fügte der Sprecher hinzu.
Der
Deutsche Bundestag beschloss im Jahr 1999, das "Denkmal
für die ermordeten Juden Europas" in unmittelbarer Nähe des
Brandenburger Tors zu bauen. Am 10. Mai 2005 wird
das Denkmal eingeweiht, das nach dem Entwurf des New Yorker
Architekten Peter Eisenman entstanden ist. Das Gelände (19.000 m²) wird
von 2.700 Beton-Stelen bedeckt, die in einem unregelmäßigen Raster
angeordnet sind. Die 0,95 Meter tiefen und 2,38 Meter hohen Pfeiler
werden durch einen unterirdisch angelegten Ort der Information ergänzt.
Dort wird auf ca. 800 Quadratmetern die notwendige Aufklärung über die
zu ehrenden Opfer und die authentischen Stätten des Gedenkens gegeben.
Der Eintritt für das Stelenfeld wie auch für den Ort
der Information ist in beiden Fällen frei.
Erinnerung an einmaliges
Verbrechen
Die Initiatoren des
Denkmals, der Förderkreis um die Journalistin Lea Rosh, haben von
Anfang an darauf bestanden, das Denkmal ausdrücklich den ermordeten
Juden Europas zu widmen - als Erinnerung an ein einmaliges
Verbrechen in der Menschheitsgeschichte.
"Die Auslöschung der Juden war Hitlers oberstes Ziel. Das war ihm
noch wichtiger als den Krieg zu gewinnen", sagt Lea Rosh. "Die
Geschichte der Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma ist eine
andere als die der Juden oder der Euthanasieopfer oder der
Homosexuellen. Wenn man Geschichte begreifen will, dann muss man das
schon einzeln erfahren, erzählen - und die Opfer auch einzeln ehren."
Die Provokation
der Stille
Architekt Peter Eisenman über das
Holocaust-Mahnmal in Berlin und die
Debatte, die es anstoßen soll.
Peter Eisenman will nicht geliebt
werden. Ohne Provokation keine Auseinandersetzung mit dem Holocaust,
sagt der Architekt des Berliner Holocaust-Mahnmals im Interview mit
heute.de. Nicht jeder werde sein Stelenfeld im Herzen Berlins mögen
und das sei auch gut so. "Mein Mahnmal ist nicht Coca-Cola."
Durchschnittlich 112 Liter Gerstensaft schüttete jeder Teutone im vergangenen Jahr in sich hinein, er leerte also stattliche elf Kästen. Ein europäischer Spitzenwert, doch nichts im Vergleich zur Trinkfestigkeit unserer Vorfahren. Seit tausenden Jahren wohnt der "Saufteufel" in der deutschen Seele. Der Dämon, Martin Luther prophezeite es, wütet "bis an den jüngsten Tag". So mancher Zecher wurde vom Alkohol schon "seiner sinnen unnd vernunfft beraubet", so manche arme Schlucker, "die sich teglich fullsuffen und zangk anrichteten". Ausländische Reisende im 16. und 17 Jahrhundert beobachteten mit Schrecken die Gepflogenheiten in deutschen Schankstuben: Die Trinker "sind am Zechtische selten sehr lustig und redseelig", grölten aber beständig: "Seid fröhlich!"
Nicht alles also, aber immerhin einiges hat sich auf der
Durststrecke bis ins dritte Jahrtausend, bis zum morgigen Tag des
Bieres geändert. Während der Durchschnitts-Hamburger im 16.
Jahrhundert noch 900 Liter Bier pro Jahr seine Kehle hinunterspülte,
waren es im 2004 nur noch 112 Liter. Im europäischen Vergleich immer
noch ein Spitzenwert, nur die Iren trinken mehr: 125 Liter Bier
jährlich. Der Bierkonsum in Deutschland sinkt jedoch seit zehn
Jahren beständig. 2003 wurde erstmals mehr Mineralwasser als Bier
getrunken, eine Trendwende ist nicht in Sicht.
Die Gerstensaft-Zentren Deutschlands liegen im Süden und Westen des
Landes. So produzierten im vergangenen Jahr 630 bayerische
Brauereien insgesamt 22,5 Millionen Hektoliter Bier, während die 120
nordrhein-westfälischen Braustätten 26,7 Millionen Hektoliter
erzeugten.
Noch immer richten sich die Brauereien nach uralten Vorschriften.
Morgen vor 489 Jahren wurde das bayerische Reinheitsgebot verkündet,
weshalb dieser bundesweit und offiziell als Tag des deutschen Bieres
gilt. Oder um es mit einer der Kanzler-Weisheiten zu sagen: "Hol'
mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik' ich hier."
BERLIN. 6. April 2005. Das Gebäude der niederländischen Botschaft in Berlin wurde mit dem Mies van der Rohe Award 2005 ausgezeichnet. Der niederländische Stararchitekt Rem Koolhaas entwarf das eindrucksvolle Bauwerk am Spreeufer. Der mit 50.000 Euro dotierte Award wird alle zwei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden Projekte mit innovativem Charakter und einer qualitativ hochwertigen Konstruktion. Die Jury begutachtete 242 Projekte, worunter auch Bauwerke von Norman Foster, der den Umbau des Berliner Reichstages gestaltete.
Jan Boeles huscht durch die Flure. Treppe rauf, Treppe runter, Wandelgang und Panzertür. Blick links, Blick rechts. „Ach, ist es hier schön.” Jan Boeles fühlt sich wie zu Hause. „Und wie schnell das alles geht. Oder haben sie jetzt gemerkt, dass wir vier Stockwerke erklommen haben?” Tipp, tipp, tipp. Der Presseattache´ der niederländischen Botschaft steigert sich schon fast in Liebeserklärungen: „Schauen sie doch, der Blick auf die Spree. Herrlich!” Fast schon eine Gracht. Jan Boeles ist voll des Lobes über sein neues Domizil: Die neue Botschaft der Niederlande . „Kommen sie mit, ich zeig ihnen noch mehr.”
Der Weg in die Botschaft führt durch eine Panzertür. Nur ein schmaler Gang gibt Einlass und begrüßt wird man - wie könnte es anders sein - von Beatrix. Gleich vier Mal hängt die Königin auf Pop-Art-Bildern im Foyer. Davor eine braune Designercouch, die unter den Beamten der Botschaft „De hond” genannt wird. In der Tat: Sie ist schön flauschig.
Jan Boeles erzählt, dass die Botschaft eigentlich allen Menschen Zugang bieten sollte. Die Büros der Beamten sind offen, mitunter fehlt die Wand zwischen Arbeitszimmer und Besucherflur. Transparenz sollte im Turm geschaffen werden. Aber das sich Besucher und Beamte vis-a-vis stehen, dazu ist es nicht gekommen. Zugang gibt es nur durch eine Sicherheitsschleuse. Der Terror verdrängte die Transparenz.
Es ist ein komischer Klotz. Eigentlich ein viereckiges Gebäude aus Glas und Aluminium, aber irgendwie doch nicht so ganz. „Architekt Rem Koolhaas war mit der Vorgabe der Stadt Berlin nicht einverstanden”, sagt Jan Boeles. Die sieht für Botschaftergebäude eine Würfelform vor, aber Koolhaas half sich mit einem Kunstgriff: Baute sein Botschaftergebäude so wie er es wollte und hat zum Ausgleich einen Wohnflügel angebaut, um wieder ein viereckiges Gebäude zu erhalten. „Das ist doch genial”, schwärmt Boules.
Nun ja, genial. Rem Koolhaas ist auf jeden Fall Exentriker und seine Kunst nicht minder exentrisch. Der Stararchitekt aus Rotterdam, der unter anderem die neue Radiostation in Peking baut und in diesem Jahr die Bibliothek in Seattle und das Guggenheim-Museum in Las Vegas fertig stellt, richtet seine Gebäude nicht an die Benutzer, sondern „die Benutzer müssen sich an den Gegebenheiten der Gebäude richten”, wie er in einem Interview mit de Volkskrant klar stellte.
DeutschlernerInnen aus verschiedenen Ländern haben anlässlich der EU-Erweiterung ihre Meinung zur EU oder zur Position ihrer Länder im neuen Europa niedergeschrieben oder einfach ihr Land vorgestellt. Hier finden Sie Texte zu unterschiedlichen Themenstellungen, die in den letzten Monaten auf verschiedenen sprachlichen Niveaus entstanden sind. Neben Beiträgen aus den Österreich Instituten der neuen Mitgliedsstaaten kommen auch estnische StudentInnen und "alteingesessene" EU-BürgerInnen aus Italien zu Wort.
Es gibt ja Personen, die immer noch meinen, Estland wäre ein Teil Russlands: Falsch! Obwohl Estland Teil der Sowjetunion war, ist es ein Land, das seit der Unabhängigkeit 1991 nur noch die Grenze mit Russland teilt. Geografisch gesehen liegt Estland im Norden Europas. Deshalb könnte man denken, dass es hier sehr kalt ist. Das hängt allerdings von der Perspektive ab – es gibt Länder, in denen es noch kälter ist! Auch die dunklen Nächte und die kurzen Tage dauern nicht das ganze Jahr über: Im Sommer kann man wie in den anderen nördlichen Ländern die "weißen Nächte" bewundern – Nächte, in denen es nie so richtig dunkel wird-, man kann Sonnenbäder nehmen und schwimmen gehen.
Und ebenso wenig wie der "ewige Winter" stimmt die Annahme, die Esten selbst wären ruhig, verschlossen, phlegmatisch und pessimistisch. Das ist individuell verschieden und hängt – wie überall anders auch – zum Beispiel von der Jahreszeit und dem Wetter ab. Tief in ihrem Inneren sind die Esten warmherzig; wahrscheinlich auch deshalb, weil sie gerne und oft in die Sauna gehen und dort die Wärme in ihren Körper aufnehmen – viele haben sogar ihre eigene Sauna! Diese Esten sind dann besonders warmherzig. Alkohol hingegen spielt zur Erwärmung nur eine geringe Rolle: Den meisten Alkohol trinken in Estland die Touristen.
Nun könnte man auch den Eindruck haben, dass Estland mit 1,4 Millionen Einwohnern ein zu kleines Land ist, um große Probleme zu haben: Unserer Meinung nach gibt es sehr wohl Schwierigkeiten, etwa was die Arbeitslosigkeit betrifft oder die Finanzierung der Studiengebühren. Im Ausland denken viele, dass Estland vom EU-Beitritt vor allem profitieren wird; doch weil Estland oft unter Fremdherrschaft war, sind viele Esten doch ein wenig skeptisch, zudem befürchtet man, dass die Preise steigen, die Löhne aber gleich bleiben werden. Was sich mit dem Beitritt nun wirklich verändert, werden wir bald sehen; für uns selbst bedeutet die Europäische Union vor allem auch die Chance, in anderen Ländern studieren und arbeiten zu können.
Aveli, Maarja, Oksana, Olga und Zoja, Pädagogische Universität Tallinn
Wo der (Oster)Hase läuft -Neue Heimat im ehemaligen Tagebau
Vor sechs Jahren geriet der Feldhase in NRW auf die Liste der bedrohten Tiere. Inzwischen hoppeln wieder erfreulich viele Hasen durchs Land. Besonders hasenfreundliche Bedingungen gibt es auf einer rekultivierten Tagebaufläche in der Nähe von Bedburg an der Erft. wdr.de war auf Hasensafari.
Hier hoppelt der Hase: Rekultivierter Tagebau bei Bedburg.
In den Siebziger Jahren gähnte hier eines der größten Löcher Europas. Jetzt erstrecken sich Felder so weit das Auge reicht. Am Horizont puffen Stromkraftwerke weiße Wolken in den Himmel. Etwa zehn Quadratkilometer verfüllte der Braunkohlekonzern RWE nach dem Abbau, auf den neu angelegten Feldern findet der Hase Deckung und Nahrung. Für besonders hasenfreundliche Bedingungen sorgen die Biologen von der Forschungsstelle Rekultivierung und das Projekt "Hilfe für den Hasen" des NRW-Umweltministeriums.
Hier hoppelt der Hase: Rekultivierter Tagebau bei Bedburg
In den Siebziger Jahren gähnte hier eines der größten Löcher Europas. Jetzt erstrecken sich Felder so weit das Auge reicht. Am Horizont puffen Stromkraftwerke weiße Wolken in den Himmel. Etwa zehn Quadratkilometer verfüllte der Braunkohlekonzern RWE nach dem Abbau, auf den neu angelegten Feldern findet der Hase Deckung und Nahrung. Für besonders hasenfreundliche Bedingungen sorgen die Biologen von der Forschungsstelle Rekultivierung und das Projekt "Hilfe für den Hasen" des NRW-Umweltministeriums.
Deutlich mehr Hasen
Im Frühling treffen sich die Hasen zahlreich auf den Feldern
In den vergangenen drei Jahren konnten sie in ihrem Projekt-Gebiet fast eine Verdoppelung der Hasenpopulation verzeichnen. Nach frühestens sieben Jahren erhalten die Landwirte, deren Flächen dem Tagebau zum Opfer fielen, ihre Äcker zurück. "Dann kommt es schon vor, dass die Bauern wieder bis an den Wegrand pflügen", berichtet Weglau. Die Biologen von der Forschungsstelle setzten deshalb Pflöcke an die Grenzen der Raine und Brachen oder legen abgeholzte Stämme auf Flächen, die auch später nicht mehr intensiv bewirtschaftet werden sollen. Den Tieren auf Fortuna-Garsdorf gefällt's: Die Hasen scheinen die ersten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres zu genießen. Ungestört von Beobachtern hoppeln sie über die Felder, einige jagen sich quer über den Weg. Eine Gruppe Rehe beäugt von weitem Spaziergänger. Zwei Eulen flattern aufgeschreckt davon. Während Biologe Weglau erklärt, dass auch Rebhuhn, Wachtel und Ammer sich auf den besonders angelegten Brachen wohlfühlen, schmettert eine Lerche über dem Feld. Hasen mit farbigen Eiern konnten hingegen leider nicht beobachtet werden.
Ausflugstipp: Wer den Hasen selber besuchen will: Der Radwanderweg "Straße der Energie" führt vom Schloss Paffendorf bei Bergheim zum ehemaligen Tagebau Fortuna-Garsweiler. Die Route gibt es bei Rhein-Erft-Tourismus.
Im August 1939 erhielt der amerikanische Präsident Roosevelt einen Brief, der ihn vor der Gefahr einer deutschen Atombombe warnte.
Der Unterzeichner des Schreibens war kein geringerer als das Genie Albert Einstein. Der Physiker hatte zu Beginn des Jahrhunderts mit seinen kühnen Thesen das naturwissenschaftliche Denken revolutioniert. 1919 bestätigte eine Sonnenfinsternis ein Phänomen, das er aufgrund seiner Relativitätstheorie vorausgesagt hatte.
Über Nacht wurde der Gelehrte zum Star und seine Formel E=mc² so berühmt wie ein Gassenhauer. Doch begriffen hatte die Berechnungen damals kaum jemand - selbst Wissenschaftler brauchten Jahre, um die Ideen ihres Kollegen zu verstehen.
Die deutsche Atomwaffe Als es zwei deutschen Physikern 1938 erstmals gelang, einen Urankern zu spalten, erkannte Einstein, dass der Bau der Atombombe nur eine Frage der Zeit war. Aus Sorge, Hitler könnte die furchtbare Waffe für seine verbrecherischen Pläne nutzen, drängte der einstige Pazifist den Präsidenten zur Tat. Roosevelt verstand sofort: "Sie wollen verhindern, dass die Nazis uns in die Luft jagen." Die Folge war das "Manhattan-Projekt" - ein gigantisches Geheim-Unternehmen zur Entwicklung der amerikanischen Atombombe, das ab 1942 mit gewaltigen Summen Geld und in fieberhafter Eile vorangetrieben wurde.
Keine einsatzfähige Bombe Was Einstein nicht wusste: Deutschland war von der Entwicklung einer einsatzfähigen Bombe weit entfernt. Zwar hatte Werner Heisenberg, Chef der deutschen Kernforschung, 1942 erklärt, um eine Stadt wie London in Trümmer zu legen, genüge eine Uranladung von der Größe einer Ananas.
Doch als die Alliierten 1945 die Nazi-Versuchsanlage bei Tübingen inspizierten, stellten sie fest, dass die Entwickler über einen Kernreaktor nicht hinausgekommen waren.
Einsteins "großer Fehler" Einstein hatte den Stand der deutschen Forschung überschätzt. Hätte er gewusst, dass seine Befürchtungen grundlos waren, so der Physiker, hätte er sich "an der Öffnung der Pandorabüchse nicht beteiligt". Als die Amerikaner in Hiroshima und Nagasaki ein atomares Inferno entfesselten, bereute Einstein den "großen Fehler" seines Lebens. Historiker sind heute der Auffassung, dass die USA auch ohne Einsteins Zuspruch die Bombe gebaut hätten. Der Irrtum des Wissenschaftlers - er blieb ohne Konsequenzen.
In Berlin leben rund 2500 Jugendliche und junge Erwachsene ohne feste Bleibe. Viele von ihnen sind von Zuhause abgehauen, haben die Schule abgebrochen, sind drogenabhängig oder akut suchtgefährdet. Ihnen möglichst früh, direkt und effektiv zu helfen ist das Ziel von Karuna. Insgesamt leben in Deutschland etwa 12.000 Jugendliche auf der Straße. Viele davon zieht es nach Berlin. Damit ist Berlin die Hauptstadt der Straßenkinder. Die jüngsten von ihnen sind erst zwölf Jahre alt. Sie haben oft psychische und physische Verletzungen erfahren, sind von zu Hause abgehauen, haben die Schule abgebrochen und landen auf der Straße. Hier sind sie Gewalt, Kriminalität, Hunger, Kälte und Krankheiten ausgesetzt. Viele flüchten sich in Alkohol und Drogen.
Eine Frau setzt sich ein
Karuna ist das indogermanische Wort für "Mitgefühl" und "Nächstenliebe". Mitgefühl und Nächstenliebe sind die zwei Werte, die Hannelore Fischer am meisten am Herzen liegen. Karuna e. V., der gemeinnützige Verein, hat ein breit gefächertes Hilfesystem für Straßenkinder, benachteiligte, suchtgefährdete und drogenabhängige Kinder und Jugendliche aufgebaut. Ziel ist es, ihnen möglichst schon in der frühen Phase der Gefährdung Beratung, Betreuung, Begleitung und Hilfe in allen Lebenslagen anzubieten.
Hannelore Fischer war von Anfang an dabei. Die ehemalige Kinderbuchlektorin engagiert sich seit sieben Jahren ehrenamtlich im Verein. "Die anderen brauchen einen nicht so", begründet die Rentnerin ihren Einsatz gerade für diejenigen Jugendlichen, die wegen ihres von den Normen abweichenden Verhaltens oft auf Unverständnis stoßen.
Schreiben, um es loszuwerden Ein Standbein von Karuna ist der Verlag "Komma zu Zeitdruck". Texte, in denen die Kids ihre Erfahrungen, Gefühle und Wünsche zum Ausdruck bringen können, werden hier publiziert. Noch wichtiger als das Endprodukt ist hier allerdings das regelmäßige Treffen, um gemeinsam die Artikel zu verfassen. Als frühere Lektorin gibt Hannelore Fischer den Jugendlichen viele praktische Tipps.
Auf der Redaktionssitzung bespricht sie mit ihnen, wie sie ihre Texte bebildern und aufbereiten können. Wer möchte, kann sie in der Online-Zeitung des Vereins veröffentlichen. Doch fast alle hier haben Erlebnisse hinter sich, die es ihnen schwer machen, Vertrauen zu anderen zu fassen.
In einen geregelten Alltag zurückfinden Auch die anderen Karuna-Projekte setzen nicht ausschließlich auf Beratung und Betreuung. So bietet das drogenfreie Café Drugstop den Jugendlichen Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Das Karuna-Mobil, das obdachlose und drogenabhängige Jugendliche auf der Straße aufsucht, berät und mit warmem Essen versorgt, wird von denjenigen mitgestaltet, die den Sprung von der Straße in das Projekt geschafft haben. Vier Mal pro Woche werden die Straßenkids an zwei Treffpunkten in der Stadt aufgesucht und mit warmem Essen versorgt. An Bord sind auch zwei Pädagogen, die Kontakt mit ihnen aufnehmen und sie vor Ort beraten.
Der Karneval wird traditionell am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Alter Markt eröffnet - im Jahr 2004 wegen einer Großbaustelle allerdings auf dem benachbarten Heumarkt. Damit beginnt die sogenannte fünfte Jahreszeit, die für einige Karnevalsjecken die lange Durststrecke im Sommer endlich beendet. Ab dem 11.11. laden hunderte von Sitzungen das Publikum zum lachen, singen und feiern ein.
Am Freitag und Samstag wird abends in den Kneipen gefeiert, wobei man auch unbedingt die Kneipen aufsuchen sollte, in denen kölsche Karnevalsmusik gespielt wird, um das spezielle Flair mitzubekommen. Am Samstag findet abends eventuell der alternative Geisterzug statt. Der Rosenmontag (07.02.2005) ist neben Weiberfastnacht ein Höhepunkt des Straßenkarnevals. Der berühmte Rosenmontagszug geht um 11 vor 11 am Chlodwigplatz los und braucht für den 6,5 Kilometer langen Weg etwa vier Stunden. Die Zuschauer können dem Zug über drei Stunden zuschauen. Im Jahre 2005 steht er unter dem Motto "Kölle un die Pänz us aller Welt...". Stunden, bevor er kommt, beziehen einige Jecke schon ihre Plätze am Straßenrand, mit Campingstühlchen, Proviant und Kölsch ausgestattet. Zur Musik aus den mitgebrachten Kassettenrekordern schunkelt man sich warm. Tipp: mit so vielen Freunden und Bekannten wie möglich zum Zug gehen. So vergeht die Zeit am Zugweg wie im Fluge, man trinkt, tanzt und schunkelt, und bekommt, im besten Fall, vom Zug selbst gar nicht so viel mit. Wer zum ersten Mal dabei ist: Tüte für die Süßigkeiten mitbringen!
„Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, wir betreten feuertrunken, Himmlische, Dein Heiligtum. Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt, alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“ Dieser Text von Friedrich Schiller (10.11.1759 – 9.5.1805) ging und geht noch immer um die Welt. Ludwig van Beethoven hat die „Ode an die Freude“ unsterblich gemacht, indem er sie im Schlusssatz seiner 9. Sinfonie vertonte. So wurden Schillers Verse Grundlage der Europa-Hymne und weltweiter Ausdruck des Humanismus.
Der Ort, den Schiller zu diesem dichterischen Meisterwerk inspirierte, ist ein kleiner, unscheinbarer Pavillon in Loschwitz. Hier, in das so genannte „Schillerhäuschen“ zog sich der Dichter zurück, um in Muße zu schreiben. Damals war es noch umgeben von Weinbergen und bot einen herrlichen Blick auf die Elbe und das Sommerhaus von Schillers Freund Christian Körner. Im Schillerhäuschen selbst ist eine kleine Gedenkstätte eingerichtet, die an die beiden Dresdner Jahre des Dichters von 1785 bis 1787 erinnert. Auch das Drama „Don Karlos“ ist in wesentlichen Teilen hier in Dresden entstanden.
Zu Schillers 200. Todesjahr erinnert Dresden mit mehreren Veranstaltungen an den berühmten Klassiker und seine Dresdner Zeit. Bauwerke, Denkmäler und Museen erlauben es auch dem heutigen Besucher, auf Schillers Spuren die Stadt zu entdecken.
Berlin - Das lange umstrittene Holocaust-Mahnmal in Berlin ist nach dreijähriger Bauzeit fast fertig: Bei einem Festakt wurde am Mittwoch die letzte der rund 2700 Betonstelen gesetzt.
Dabei sprachen sich sowohl Architekt Peter Eisenman als auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) gegen ein generelles Demonstrationsverbot rund um das Gelände am Brandenburger Tor aus. Er habe auch keinen Graffiti-Schutz gewollt, sagte Eisenman. «Ich bin gegen Political Correctness jeder Art.» Thierse sagte, er setze auf die Arbeit der Polizei und das Engagement der Bürger. Es ist der Schlussakt in einer langen Diskussion darüber, wie eine Gedenkstätte aussehen soll, mit der Deutschland im Herzen der Hauptstadt an die Verbrechen der NS-Zeit erinnert. Nun hat das Denkmal für die sechs Millionen ermordeten Juden Europas Form angenommen. Eisenman und Thierse, die sich vor dem Rednerpult wie alte Freunde umarmen, wirken gelöst. Erste positive Stimmen von einstigen Skeptikern dürften sie dabei beflügelt haben.
Er fühle sich ein bisschen wie eine Mutter nach der Geburt, sagt Eisenman im Gedränge. Dass das abstrakte Mahnmal aus grauen Betonblöcken nicht jeder mögen wird, ist ihm klar. «Wenn es jedem gefällt, funktioniert es nicht.» Als Redner verspricht er in Anspielung auf seinen schlagzeilenträchtigen Scherz über Degussa «keine Witze mehr». Dann halten dutzende Kameras den symbolträchtigen Akt fest: An den vier Seilen eines Baukrans schwebt die etwa zwei Meter hohe Stele über den sandigen Boden und landet am Rande des Feldes.
Eisenman und Thierse, der sich mit Baskenmütze und Schal gegen die Kälte schützt, posieren daneben, halten sich am kühlen Stein des Betons fest. 2711 Stelen sind es genau, 95 Zentimeter breit, 2,38 Meter lang und unterschiedlich hoch. Bis zu 4,70 Meter ragt der Beton in den Himmel, an einigen Stellen bewusst ein wenig schief, so dass sich mancher Kritiker schon seekrank wähnte. Viele werden sich darin einsam und verloren fühlen, vielleicht an die Menschen von Auschwitz denken, wie Eisenman hofft.
Thierse, der auch Präsident der Stiftung für das Denkmal ist, spricht nach dem Festakt von einem «gewissen Gefühl der Erleichterung». Er findet Eisenmans Mahnmal «im besten Sinne anstößig». Der Effekt der Beklommenheit, den das etwa 19 000 Quadratmeter große Gelände auslöst, sei gewollt. Auch die Initiatorin des Mahnmals, Lea Rosh, sagt, sie habe in letzter Zeit zunehmend positive Reaktionen gehört. «Das Denkmal hat eine Kraft in sich», glaubt sie.
Zu der Gedenkstätte gehört auch immer wieder die Sicherheitsdebatte, das wissen alle Beteiligten. Nun geht es einmal mehr um die Furcht vor Neonazis, die symbolträchtig in der Nähe des Mahnmals marschieren könnten. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) plant seit längerem ein neues Versammlungsrecht, das rechtsextremistische Aufzüge an einem Ort wie dem Holocaust-Mahnmal verhindert.
Die Gedenkstätte, die nach der Vollendung des unterirdischen Informationszentrums im Mai 2005 Tag und Nacht geöffnet sein soll, sei ausdrücklich den Risiken ausgesetzt, die in der Gesellschaft vorhanden seien, sagt Thierse. Er will freilich keinen «Tummelplatz von Rechtsextremisten und Neonazis». Aber: «Man wird es nicht total schützen können.»
Für viele von uns beginnt die schönste Zeit des Jahres im November, dann ist wieder Weihnachtsmarkt in Deutschland. Es ist die besinnlichste Zeit des Jahres, geprägt von Kerzenlicht und Plätzchenduft, von Eisblumen am Fenster, geheimnisvollen Weihnachtsgeschichten, klirrender Kälte und romantischen Nächten am lodernden Kaminfeuer. Lebkuchen, Printen, Stollen, Spekulatius, Zimtsterne, Glühwein, und heißer Apfelsaft gehören dazu, und die gibt es auf dem Weihnachtsmarkt in großer Auswahl und bester Qualität.
Die meisten Besucher gehen mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen auf den Weihnachtsmarkt. Singles finden hier vielleicht den lieben Menschen, mit dem sie die Feiertage verbringen möchten. Und manch einer lässt bei einem guten Glas Glühwein die schönsten Momente des Jahres Revue passieren und freut sich auf die verdiente Weihnachtspause. Weihnachtsmarkt ist wirklich eine schöne Einstimmung auf die Festtage.
Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der schönen, traditionellen, romantischen, beliebten, und außergewöhnlichen Weihnachtsmärkte in Deutschland. Der Dresdner Striezelmarkt, ältester Deutscher Weihnachtsmarkt, und der Christkindlesmarkt in Nürnberg sind immer eine Reise wert, und daneben gibt es noch viele andere Weihnachtsmärkte zu entdecken. Das Portal Weihnachtsmarkt-Deutschland.de zeigt Ihnen mehr als 1061 vorweihnachtliche Veranstaltungen, darunter 611 Glanzlicher mit stimmungsvollen Bildern.
DROGEN / Warum Suchtexperten den Kampf gegen Haschisch verschärfen
wollen und für TV-Spots und Verbote eintreten.
DÜSSELDORF. Der Kampf gegen die weiche Droge ist seit gestern wieder hart geworden. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fordert von der Gesundheitspolitik eine "kontinuierliche Kampagne" gegen Cannabis in all seinen Varianten: Wie vor HIV-Infektionen soll auf Plakaten und in Radio- wie Fernsehspots vor Haschisch und Marihuana gewarnt werden. "Wir wollen außerdem tabakrauchfreie Schulen", sagte DHS-Vize Raphael Gaßmann in Düsseldorf. Mit einem solchen Verbot könne der Einstieg von inzwischen sehr jungen Menschen gestoppt werden. Nach Alkohol und Zigaretten sei das Rauschmittel der am weitesten verbreitete Suchtstoff.
Eine Kampagne mit Geschichte
Zweieinhalb Jahre lang haben die Gewöhnungsgegner jede Kleinigkeit über Cannabis zusammengetragen. Jetzt legen sie erstmals eine 45-seitige Broschüre mit "Basisinformationen" vor. Die Diskussion schien fast verjährt, sie reichte in den 70er Jahren von pauschalen Warnungen bis zur Bagatellisierung heutzutage. Ein Beispiel: Während sich 16-Jährige immer schon mit Alkohol legal zu Tode saufen konnten, wurde ihnen 1980 die Meinung eines Jamaikaners verwehrt. Der Reggae-Musiker Peter Tosh forderte singend für Cannabis "Legalize It". Tosh durfte das aber bei seinen Konzerten in Deutschland, so etwa in der Düsseldorfer Philipshalle, nicht. Das Lied kam auf den Index jugendgefährdender Medien.
Die Bundesprüfstelle in Bonn wird den Eintrag im nächsten Jahr streichen - zum Ungemach der Fachleute: "Es kann nicht sein, dass für Drogen geworben wird, für keine!", sagt Gaßmann rigoros. Der Psychiater Thomas Redecker, ärztlicher Direktor einer Klinik in Bielefeld, warnt deutlich: "Es gibt keine Droge light". Und der Psychologe Peter Tossmann, der maßgeblich die Broschüre gestaltet hat, wirbt für sie: "Wir brauchen endlich eine Risikodiskussion und dazu erst einmal Informationen, die haben wir jetzt". Beschrieben wird die 6000-jährige Geschichte der "ältesten Nutz- und Heilpflanze", der Anbau von Hanf und die Verbreitung des Verbrauchs. Seit 1985 ist die Erfahrung mit Cannabis der 18- bis 24-jährigen von 13 auf 42,7 gestiegen: "Inzwischen rauchen den Joint sogar 12-Jährige", berichtet Redecker und klagt: "Da entwickelt sich das Gehirn noch. Die Kinder lernen keine Bewältigungsstrategie, sondern das Doping".
Gravierende Unterschiede
Das tückische dabei sei, dass der Stoff tatsächlich beruhigend wirkt. Diese große Gefahr der langsamen Entwicklung werde von der aktuellen Diskussion um Alco-Pops aber überdeckt. Oft nähmen Pubertierende täglich eine Dosis, mit denen Erwachsene früher ein Jahr ausgekommen seien. Die Hauptstelle für Suchtgefahren nötigt den Gesundheitspolitikern nun Regelangebote für ambulante und stationäre Therapien ab.
Und sie will eine schwelende Unsicherheit im Strafrecht beendet sehen. Noch immer wird die "geringfügige Menge" bei den kiffenden Konsumenten in den Bundesländern unterschiedlich gewogen: "Über die einheitliche Regelung wird seit Jahren nur gesprochen", kritisiert DHS-Vize Gaßmann, "sie muss jetzt her!" Und die Unterschiede sind gravierend. In NRW gelten fünf Gramm als geringfügig, in Bayern sechs, in Hessen 30. In Thüringen fährt man gar die Null-Linie und Hamburg macht es ganz pragmatisch: Geringfügig ist dort, was in eine Streichholzschachtel passt. Einheitlich sind in Deutschland nur die Sanktionen: Diesseits der Geringfügigkeit drohen meist Geldstrafen, jenseits Haft zwischen einem und 15 Jahren.
15 Jahre danach: Ein Berliner kämpft um ein Relikt des Kalten Krieges
Touristen auf der Suche nach der Mauer haben es schwer in Berlin:
15 Jahre nach Überwindung der Teilung ist nicht viel übrig geblieben von dem historischen Bau, der einst DDR und Bundesrepublik trennte. Nur durch Zufall findet man das Stück Mauer in der Stresemannstraße 130, links vom Potsdamer Platz. Gerade noch fünf Mauerstücke stehen hier, am originalen Platz, unzerstört. Jetzt sollen sie für einen Neubau des Bundesumweltministeriums abgerissen werden. Erich Stanke kämpft verzweifelt dagegen an.
Unternehmer Erich Stanke, 45, ist zäh. Seit 14 Jahren kämpft er um den Erhalt der Mauer. Gerade bereitet er den 46. Prozess vor: Es kämpft David gegen Goliath, einer gegen alle, Erich Stanke gegen die Bundesrepublik Deutschland. Die Mauer hat ihn schon alles gekostet, sein Geld, seine Beziehung ("Die Mauer oder ich"), seine Nerven und einmal fast sein Leben: 1996, als das umkämpfte Mauerstück noch 100 Meter lang war, rückten wieder einmal die Bulldozer an, Sony wollte bauen. Da übergoss sich der selbsternannte Mauerschützer mit Petroleum, kettete sich an die Mauer und drohte sich anzuzünden.
Was ist echte Mauer? Jetzt ist die Mauer nur noch 18 Meter lang und auch noch das letzte Stück soll für einen Neubau weichen: Das Bundesministerium für Umwelt will dort einen Informationspavillon für Flaschenpfand einrichten. Die Mauerreste sollen nach Auskunft des Ministeriums zwar "integriert werden", aber damit ist Stanke nicht zufrieden: "Das ist der letzte authentisch stehende Rest der Berliner Ostmauer, der muss so stehen und für die Öffentlichkeit frei zugänglich bleiben". Stanke befürchtet wohl nicht zu Unrecht, dass der integrierte Mauerbau in einem Ministerium nicht in demselben Maß der Öffentlichkeit zugänglich sein wird wie jetzt, sei es wegen Sicherheitsauflagen oder Verbauungen.
Das umkämpfte Mauerstück
Der Mauerschützer ist empört über den Umgang der Berliner Behörden mit dem Relikt des Kalten Krieges: "Wie kann man so ein historisches Erbe aufgeben? Am Checkpoint Charlie wird Mauer nach- und neugebaut, die nie da stand! Und dieses letzte Stück authentische Ostmauer in Berlin-Mitte - an der geschossen wurde -, soll in einem Neubau verschwinden."
Stanke will einen anderen Umgang mit der Mauer." Die Frage ist doch, wie wichtig ist Authentizität? Meine Mauer ist das letzte Stück authentische Ostmauer, das in Berlin Mitte steht - am wirklichen Platz und nicht kaputt -von mir aus kann Herr Trittin da auch gerne bauen, nur soll er die Mauer unten frei lassen!" Schließlich stehte die Mauer unter Denkmalschutz - und sei sein Eigentum.
Kuhhandel mit den Grenzgebieten Es ist eine Abenteurergeschichte aus der Wendezeit: Als in Berlin alles drunter und drüber ging, die SED-Millionen durch die Lande zogen und Akten in Unmengen verschwanden, hat Stanke mitgemischt: Er saß mit Vertretern der NVA, der ehemaligen DDR, des Bezirks, der Schutztruppen und anderen zusammen und kaufte "alles, was mobil ist" auf dem ehemaligen Grenzgelände am Potsdamer Platz - in unklarer Rechtslage.
Zu den juristisch "mobilen Teilen" gehörten Wachtürme, die Mauer, der ganze "NVA-Müll". Gegenleistung: Er sollte 21 "frei werdenden Soldaten" Beschäftigung geben. Am 16. August 1990 bekam er eine Fläche von 12.000 Quadratmetern an Potsdamer Platz, Leipziger Platz und Stresemannstraße mit 207 Schlüsseln überreicht. Der findige Unternehmer machte auf dem Ex-Grenzgelände alles Mögliche und verdiente einen Haufen Geld: mit Abschleppdienst, Bungee-Sprungturm und einem Techno-Club, der zu den Szene-Highlights Berlins gehörte.
Mauererhalt für die Nachwelt Schon da klagte er: Ein "Bandwurm-Prozess" gegen Bezirk, Grünflächenamt und Bausenat, weil er "sein Gelände und seine Mauer" behalten wollte. Es gibt wenig Ämter in Berlin, gegen die Stanke noch nicht geklagt hat. Ein Urteil des Landgerichts Berlin vom August 1998 gab ihm zur Hälfte recht: Die Mauer gehöre ihm, nur der Boden, auf dem sie stehe, leider nicht. Es folgte die Berufung und so weiter.
ZOO / Das Seehundbaby, das aus dem Tiergarten Nordhorn nach Holland geflüchtet war, wurde aus der Aufzuchtstation Pieterburen gestohlen.
PIETERBUREN. Tierschützer haben das Seehundbaby Hannes aus der Aufzuchtstation im niederländischen Pieterburen "befreit" und im Meer ausgesetzt. Ein entsprechender Bekenneranruf von deutschen und niederländischen Aktivis-ten ging gestern bei der Station ein. Eine Frau habe für eine Gruppe "Hannes frei" gesprochen und erklärt, sie hätten Hannes im offenen Salzwasser ausgesetzt, sagte eine Mitarbeiterin. Das Verschwinden des Seehundes war am Samstag entdeckt worden.
Hannes´ Zukunft bewegte seit Monaten die Gemüter. Nachdem der Seehund im August aus dem Zoo von Nordhorn in Niedersachsen ausgerissen war, schwamm er fünf Tage lang munter in Flüssen und Kanälen umher, ehe Mitarbeiter von Pieterburen ihn in den Niederlanden fingen. Der Tierpark Nordhorn als Eigentümer hatte das etwa drei Monate alte Tier zurückverlangt, während die Seehundstation es in die Freiheit entlassen wollte.
Clever und gut entwickelt
"Das hat es in den zurückliegenden 33 Jahren, seit ich Pieterburen leite, noch nie gegeben", empört sich die Leiterin Lenie ´ t-Hart über den dreisten Diebstahl. Sie hatte am Samstag die Groninger Polizei eingeschaltet. Nach Angaben der Stationsleiterin ist der mittlerweile 35 Kilogramm schwere Hannes so weit entwickelt, dass er in Freiheit leben kann. "Er hat auch lebendige Aale gefressen", so Lenie ´ t-Hart. "Er war der cleverste Seehund, den wir je hatten."
Nach Informationen des Tierparks Nordhorn in Niedersachsen wurde das Netz über dem Becken in Pieterburen aufgeschnitten. Die Aufzuchtstation, in der jährlich 150 000 Besucher gezählt werden, müsse mit Kameras besser überwacht werden, forderte ´ t-Hart. Die Station liegt zwei Kilometer vom Meer entfernt.
Vergangene Woche hatte die Seehundstation einen Antrag auf Auswilderung gestellt. Das niederländische Ministerium weigerte sich jedoch, die Anfrage zu bearbeiten, da Pieterburen nicht Eigentümer des Tieres sei. Der deutsche Zoo erfuhr erst gestern von Hannes´ Verschwinden. (NRZ/dpa)
Drastischer Stellenabbau: Ist Opel noch zu retten?
10.000 Stellen sollen beim Rüsselsheimer Autobauer in den kommenden zwei Jahren abgebaut werden. Ob das zum Überleben reicht, ist unklar. Die wichtigsten Fragen und Antworten
von Marco Dalan
Wie stehen die Zukunftschancen von Opel?
Die Chancen stehen 50:50. Die Verhandlungen über den Sanierungsplan müssen schnell abgeschlossen werden. Jeden Tag verliert General Motors mit seinen europäischen Töchtern Opel, Saab und Vauxhall rund 1,1 Millionen Euro - einschließlich Sonn- und Feiertagen. Die Modelloffensive ist zwar auf den Weg gebracht. Aktuell jedoch muß Opel - wie allen anderen Massenhersteller auch - hohe Rabatte gewähren. Das schmälert den Gewinn. Auch in diesem Jahr rechnen die Rüsselsheimer mit einem dreistelligen Millionenverlust. Sinken die Kosten, steigt der Gewinn, wird die Zukunft Opels sicherer. Manche unken aber, daß eine Marke wie Opel überflüssig sein könnte.
Wie will man die Wende schaffen?
Insgesamt sollen jährlich 500 Millionen Euro gespart werden. Das entspricht rund drei Prozent der Gesamtkosten, die GM in Europa jährlich hat. Dazu sollen neben dem Arbeitsplatzabbau die Strukturen radikal vereinfacht werden. Dazu zählt unter anderem die verstärkte Zusammenlegung von Design- und Produktentwicklung. Ziel ist es auch, verstärkt Gleichteile zwischen den Marken zu verwenden. Beispiel: Saab und Opel werden auf gleichen Plattformen gebaut. Die Autos unterscheiden sich dann nur noch äußerlich, sind aber unter der Motorhaube fast identisch. Der Kunde merkt nichts, aber GM spart viel Geld.
Wie viele Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel?
General Motors beschäftigt in Europa derzeit rund 62 000 Menschen. Insgesamt sollen in den kommenden zwei Jahren 12 000 Arbeitsplätze abgebaut werden, 90 Prozent davon bereits 2005. Davon entfällt der größte Teil auf Deutschland - und auf Opel. An den Standorten Rüsselsheim und Bochum sollen jeweils 4000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Weitere 2000 Stellen fallen an anderen Standorten weg. Daß es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird, ist unausweichlich, da Vorruhestandsregelungen kaum noch möglich sind. Bereits in den vergangenen Jahren waren mit diesem Arbeitsmarktinstrument mehrere tausend Stellen abgebaut worden.
Werden Werke geschlossen?
Bislang ist dies nicht geplant. Opel hat jedoch Überkapazitäten von rund 350 000 Fahrzeugen in Europa. Dies entspricht der Auslastung eines Werks. Zuletzt waren die Standorte Bochum und Rüsselsheim als akut gefährdet bezeichnet worden. Die Werke in Eisenach und Kaiserslautern scheinen aufgrund ihrer Bedeutung im weltweiten Verbund von GM eine Bestandsgarantie zu besitzen.
Was bedeutet der Sparplan für Bochum?
Im Werk Bochum sind 9600 Menschen tätig. Ein Abbau von 4000 Arbeitsplätzen würden den Standort, die Stadt und die Region massiv schwächen. Opel ist in Bochum der einzig größere noch ansässige Industriekonzern, die Arbeitslosenquote liegt schon jetzt bei 13,6 Prozent. "Macht Opel dicht, ist Bochum platt", hieß es gestern in der Region. Noch ist es nicht soweit, aber die Zukunft sieht alles andere als rosig aus.
Und was für Rüsselsheim?
In Bedrängnis geriet Rüsselsheim zuletzt, weil GM angekündigt hatte, die Mittelklassemodelle Opel Vectra und Saab 9-3 nur in einem Werk - Rüsselsheim oder im schwedischen Trollhättan - bauen zu lassen. Eine Entscheidung soll spätestens Anfang 2005 fallen. Wie Bochum lebt auch Rüsselsheim von Opel. Nur verfügt die Stadt südwestlich von Frankfurt am Main über mehr Zulieferer. Allerdings dürften die ohne Opel - oder zumindest mit weniger Opel - ebenfalls den Standort aufgeben.
De Oostenrijkse schrijfster Elfriede Jelinek heeft dit jaar de Nobelprijs voor de Literatuur gewonnen. Dat maakte de Zweedse Academie donderdag bekend.
De prijs van 1,1 miljoen euro wordt op 10 december in Stockholm uitgereikt.
De in 1946 geboren schrijfster krijgt de prijs voor "haar muzikale stroom van stemmen en tegenstemmen in haar romans en toneelstukken die met een buitengewoon taalkundige geestdrift de absurditeit van de maatschappelijke clichés en hun onderwerpende kracht blootleggen''.
Jelinek is in Mürzzuschlag in de deelstaat Stiermarken geboren. Haar vader is van Tsjechisch-joodse origine, haar moeder komt uit een gegoede familie uit Wenen. Ze studeerde compositie aan het conservatorium en kunstgeschiedenis en theaterwetenschappen aan de universiteit.
In 1967 verscheen haar eerste werk in druk, de gedichtenbundel Lisa's Schatten. Pas in de jaren zeventig en tachtig brak ze definitief door met werk als Die Liebhaberinnen, Die Ausgesperten, Lust en Die Klavierspielerin. Dat laatste boek werd in 2001 verfilmd door Michael Haneke.
In Oostenrijk is Jelinek niet onomstreden. Zo was zij van 1974 tot 1991 lid van de Communistische Partij. Voor de Zweedse radio zei Jelinek het een "verrassende en grote eer'' te vinden, aldus het persbureau DPA. Jelinek stond niet op de lijstjes van kanshebbers voor de prijs.
Ze schreef over zelfgenoegzaamheid, overmatige consumptie, sportgekte en andere negatieve zaken die ook in haar land, Oostenrijk, heersten. Op de achtergrond verwees ze naar de Tweede Wereldoorlog, die de Oostenrijkers om begrijpelijke reenen ook maar liever vergeten.
Elfriede Jelinek, geboren op 20 oktober 1946 in Mürzzuschlag in de deelstaat Stiermarken en van 1974 tot 1991 lid van de Oostenrijkse Communistische Partij, heeft desalniettemin ondanks haar ongezouten kritiek een kleine twintig prijzen gewonnen, al kan er daarvan natuurlijk geen tegen de Nobelprijs op.
Sociaal-kritisch
Ze begon al jong te schrijven en debuteerde in 1967 met de gedichtenbundel Lisa's Schatten. Door haar contacten in de studentenwereld ging haar werk al snel de sociaal-kritische kant op. In 1970 verscheen haar satirische roman Wir sind Lockvögel, baby! Twee jaar later verscheen Michael; Ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft. Ze veroverde het Duitse en ook het internationale publiek vooral met De pianiste uit 1983, het boek dat in 2001 met veel succes werd verfilmd.
Ze probeerde in haar boeken een medogenloze wereld te tonen waarin onder meer de entertainmentindustrie een dubieuze rol speelt: die verlamt de mensen waardoor ze niet in opstand tegen misstanden komen. Het ook in het Nederlandse vertaalde Lust (1989) bijvoorbeeld gaat over seksueel geweld jegens vrouwen. Haar Unterhaltungsroman (2002) gaat over de koelboedige machtuitoefening van het verschijnsel man. Behalve romans en gedichten schreef Jelinek ook toneelstukken, waaronder Wolken Thuis. Haar werk werd door diverse vertalers in het Nederlands omgezet.
Heute vor 15 Jahren stand der damalige Außenminister Genscher auf dem Balkon der Deutschen Botschaft in Prag und verkündete den dort ausharrenden DDR-Flüchtlingen, dass sie in den Westen ausreisen dürfen. Ein bewegender Moment für die Deutschen, die fassungslos vor den Fernsehern saßen - und erst recht für diejenigen in der Prager Botschaft. Nadine Dietrich hat einen Schweriner getroffen, der damals ebenfalls in die Botschaft geflohen war.
Der Entschluss
Sein Onkel aus West-Berlin fragte ihn im September 1989, warum er denn nicht über Ungarn geflohen sei. Er habe den ganzen Sommer auf ihn gewartet. Da stand für Rick de Veer plötzlich fest: Die Chance, über die Prager Botschaft in den Westen zu fliehen, will er sich nicht entgehen lassen.
Rick de Veer erinnert sich: "Ich habe in der DDR politische Probleme gehabt. Das heißt, ich war wegen meiner Meinung angeeckt. Ich war sehr enttäuscht über die politische Entwicklung in der DDR und habe mich dann irgendwann entschlossen, in den Westen zu gehen. Ich hatte schon einen Ausreiseantrag fertig formuliert in der Schublade liegen, hatte mich aber nie getraut, ihn abzugeben, weil ich die Konsequenzen kannte."
Ankunft in Prag
Am Mittwoch, den 26. September, setzte sich Rick de Veer in Schwerin in den Zug und fuhr über Berlin nach Prag. Außer einer guten Freundin kannte niemand das Ziel seiner Reise. Mitten in der Nacht, nach zahlreichen Passkontrollen, kam Rick de Veer in Prag an. Er sei mehrere Stunden durch die verwinkelten Gassen der Prager Altstadt geirrt, bis er hinter vorgehaltener Hand einen Tipp bekam, wie er zur deutschen Botschaft komme, erzählt de Veer.
"Dann stand ich vor der Botschaft und konnte sehen, dass alles eingezäunt, beleuchtet und bewacht war. Da habe ich meine Schuhe ausgezogen und bin barfuß rangeschlichen. Dann habe ich festgestellt, dass es ein normaler gusseiserner Zaun war und bin rübergeklettert."
Die Wartezeit
Als er an der Botschaft ankommt, herrscht dort Gedränge. Die nächsten drei Nächte verbringt de Veer auf den Stufen im Foyer des Botschaftspalais. In jedem Winkel der Botschaft hätten bis zum Abend des 30. September auch tagsüber Menschen zusammengesessen oder geschlafen, berichtet de Veer: "Ich habe auf einer Treppe geschlafen. Jede Treppenstufe war belegt. Wir haben mit sechs oder sieben Leuten auf einem Treppenpodest geschlafen. Toiletten gab es zwar, man musste aber Stunden dafür anstehen. Es hat niemanden gestört, man hatte ja Zeit."
Am Abend des 30. September hat er sich einen guten Platz ergattert: "Da saß ich mit jemandem auf so einem Toilettenhäuschen und hatte einen Logenplatz zum Balkon von links. Wir wären da fast vor Freude runtergerutscht, weil es schon unglaublich war. Damit hatte wirklich nicht jeder gerechnet."
Die Freiheit
Noch in derselben Nacht verließen die rund 6.000 DDR-Bürger, die in der Botschaft ausharrten, Prag per Sonderzug mit dem Ziel Hof, dem westdeutschen Grenzort an der sächsisch-bayrischen Grenze.
Nach mehreren Jahren in Sankt Peter Ording lebt Rick de Veer heute wieder in Schwerin. Der selbständige Architekt ist froh, dass die Trennung von seinen Eltern und Freunden doch nicht endgültig war, wie er es damals befürchtet hatte, sondern nur wenige Wochen dauerte.
Die vergangene Nacht wird in Weimar wohl niemand vergessen, der dabei gewesen ist. Bis zu zehn Meter hohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl der 400 Jahre alten Anna Amalia Bibliothek – sie vernichteten Weltkulturerbe.
Es ist Mitternacht, als ich Weimar erreiche. Eine riesige weiße Wolke schwebt aus dem Stadtkern Richtung Ettersberg und verflüchtigt sich danach: Wasserdampf von den Löscharbeiten. Es riecht kaum noch nach Rauch, der Mond steht an einem klaren Himmel, fast wie in einer Filmkulisse. Dieser Eindruck wird sofort gestört: Weiträumige Absperrungen verhindern, dass Neugierige sich zu nah an das Gebäude heranwagen. Feuerwehren und Polizei überall, die Wasserpumpen dröhnen, man versteht kaum ein Wort.
Mitten auf dem Platz der Demokratie steht eine junge Frau und weint hemmungslos. Sie zeigt mir angebrannte Karteikarten und Bücherseiten, die der Wind vor ihre Füße geweht hat. Für sie sind es Schätze, die sie in Erinnerung an einen noch größeren Schatz und an diese Nacht der Vernichtung, aufbewahren wird. Alles wird zerstört, sagt sie verzweifelt. Dabei waren die Rauchmelder doch so empfindlich eingestellt, dass sie schon des Öfteren Fehlalarm auslösten.
Auch Polizisten und Feuerwehrleute schauen fassungslos auf das, was vor ihren Augen passiert. Das Dach des Gebäudes wird permanent mit Wasser bespritzt, immer wieder lodern Flammen aus Glutnestern auf, an Entspannung oder gar Entwarnung ist noch nicht zu denken.
Im Gebäude selbst, im ersten Stock, im fahlen Licht von Feuerwehrhelmlampen, kann ich von meinem Platz aus Menschen erkennen. Durch die Fenster sehe ich, dass sie eine Kette gebildet haben und die wertvollen Bücher von einem zum anderen weitergeben. Sie wollen retten, was zu retten ist. Einen Teil der wertvollen Bibliothek haben sie unbeschädigt durch die unterirdischen Gänge direkt ins neu gebaute Magazin schaffen können, doch viele Bücher sind bereits vom Löschwasser durchnässt, von den Flammen geschwärzt oder gar zerstört worden. Nicht nur Mitarbeiter der Stiftung helfen dort, sondern auch Weimarer Bürger, die in der Stadt unterwegs waren, als das Feuer ausbrach. Sie haben alles liegen und stehen lassen und mit angepackt. Sie riskieren für die Rettung des Weimarer Kulturgutes Leib und Leben.
Zusammen mit Vertretern aus der Politik komme ich bis zum Eingang der Bibliothek. Rein darf außer der Prominenz niemand. Zu gefährlich, Einsturzgefahr, meint ein Feuerwehrmann. Aus einem weiteren Eingang, nur ein paar Meter neben mir, tritt Klassikpräsident Hellmut Seemann ins Freie, nicht im gewohnten Anzug sondern in Arbeitshose und dickem grünen Pullover. Man sieht ihm Erschöpfung und auch Verzweiflung an. Mit einer hilflosen Geste streicht er sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht, blickt zum Himmel, als erwarte er von dort Hilfe oder als stelle er die stumme Frage nach dem Warum. Dann dreht er sich um und geht forschen Schrittes wieder zurück in das Gebäude. Er wird gebraucht, er muss helfen, die wertvollen Bücher in Sicherheit zu bringen.
Inzwischen ist das Technische Hilfswerk mit mehreren Einsatzwagen auf dem Platz der Demokratie angekommen. Die Mitarbeiter sollen helfen, die Decken in der Bibliothek zu stabilisieren, damit sie nicht einstürzen. Sie pumpen mit Geräten eine Art Luftkissen auf, die wohl in die Räume unter dem Rokokosaal gebracht werden sollen. Auf der Decke lasten mehrere Tonnen Löschwasser – ein Einstürzen muss verhindert werden. Emsig gehen sie zu Werke – die Zeit drängt und duldet keinen Aufschub. Der eingestürzte Dachstuhl wird jetzt mit Schaum besprüht, der die letzten Glutnester ersticken soll. Es ist nach eins. Eine kleine Traube Menschen hat sich mit mir um die Prominenz geschart, die heil aus dem Gebäude zurückgekehrt ist. Weimars Oberbürgermeister Volkhard Germer und Ministerpräsident Dieter Althaus berichten, wie es drinnen aussieht. Der OB fährt mehrfach mit beiden Händen über sein Gesicht, so als hoffe er, aus einem bösen Traum zu erwachen. Er weiß: Weimar lebt von der Kultur, und einer der wichtigsten Bestandteile dieser Kultur, ist ein Raub der Flammen geworden.
Die Exemplare, die lediglich das Löschwasser erwischte, sollen schockgefroren werden. Zunächst einmal in Nohra, im dortigen Schlachthof, wird vermutet. Danach werden sie ins Zentrum für Bucherhaltung nach Leipzig gebracht. Es muss unter allen Umständen verhindert werden, dass sich wegen der Feuchtigkeit in den jahrhundertealten Büchern Schimmelpilze bilden.
Zur Ursache kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand Genaues sagen. Diese zu erforschen braucht Zeit, die Brandexperten können das erst tun, wenn alle Maßnahmen zur Absicherung des Gebäudes greifen. Vermutet wird in der kleinen nächtlichen Runde mitten in Weimar ein Kurzschluss.
Immer mehr THW-Mitarbeiter und Feuerwehrleute schieben sich nun an uns vorbei, um ins Gebäude zu kommen. Wir brauchen Platz, ist zu hören. Ich gehe langsam vom Gebäude weg. Mitten auf dem Platz der Demokratie bleibe ich noch einmal stehen und sehe mich um. Ich kann nichts tun. Ich fühle mich hilflos, es tut mir schon fast weh, dass Bücher in Weimar verbrennen. Bücher, die viele Jahrhunderte alt geworden sind. Bücher, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden und die noch für viele nachkommenden Generationen erhalten werden sollten. Ein Schaden, den niemand ermessen kann. Ein Schaden für die gesamte Menschheit – Weltkulturerbe unwiederbringlich zerstört. Ich drehe mich um und gehe.
Rico ist ein Hund. Aber er lernt Sprache auf eine Art, wie sie bisher nur Kindern zugetraut wurde, und er spielt mit den gleichen Sachen: 200 Plüsch- und Plastiktiere gehören ihm. Er kennt sie beim Namen und kann sie auf Befehl apportieren.
Susanne Baus
Rico: Der 200-Worte-Hund
Hundesbesitzer ahnten schon lange, was Forscher des Max-Planck-Instituts nach drei Jahren intensiver Arbeit mit einem Border-Collie namens Rico jetzt wissenschaftlich erwiesen haben: Herrchens bester Freund versteht die menschliche Sprache überraschend gut - und zeigt Fähigkeiten, die bisher nur bei Kleinkindern vermutet wurden.
Rico hatte die Menschen bereits vor fünf Jahren in der TV-Sendung "Wetten, dass..." erstaunt. Mit seiner imposanten Gabe, Dutzende ähnlich aussehender Plüsch- und Plastiktiere auseinander zu halten, war er Wettkönig geworden. Der Hund kennt die Namen von mehr als 200 Gegenständen und kann sie richtig zuordnen, er kann sein Wissen in neuen Situationen anwenden und verfügt über ein hohes Abstraktionsvermögen. Außerdem erlernt er neue Wörter nach einem ähnlichen Prinzip wie kleine Kinder: Er erkennt, dass ein unbekanntes Wort zum einzigen unbekannten Gegenstand inmitten vertrauter Dinge gehören muss.
Juliane Kaminski, Julia Fischer und Josep Call vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig demonstrierten jetzt in Berlin, was die Intelligenzbestie kann. Vor surrenden Kameras und klickenden Fotoapparaten zeigte Rico, wie er auf Anweisung gelbe Plüschsonnen, gräuliche Flauschmäuse und weiße Stoffschneemänner aus der Spielzeugsammlung herauspickte.
Schlauer als trainierte Affen und Delfine
Zwar glauben viele Hundebesitzer zu wissen, dass ihr Haustier jedes Wort versteht. Doch der wissenschaftliche Nachweis fällt ungleich schwerer. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science" (Bd. 304, S. 1682) schreiben, musste Rico mehrere Tests durchlaufen. Zur Prüfung seines Wortschatzes wurde Rico 40 Mal in einen Nebenraum geschickt, um ein bestimmtes Spielzeug zu holen. 37 Mal kam der Collie mit dem richtigen Gegenstand zurück. Mit insgesamt mehr als 200 verschiedenen Worten übertrifft Ricos Vokabular sogar das von trainierten Affen, Delfinen, Seelöwen und Papageien.
DPA
Rico bei "Wetten, dass..." im März 2001: Beeindruckendes Sprachverständnis
Vielleicht noch erstaunlicher ist, dass der Hund Fähigkeiten zu besitzen scheint, die bisher nur bei Kleinkindern beobachtet wurden. Hält man dem Rico einen ihm unbekannten Gegenstand hin und sagt: "Das ist eine Schlange", so kann der kluge Kerl das Wort ganz augenscheinlich mit dem Gegenstand in Verbindung bringen. Legt man die Schlange danach zwischen bereits bekannte Spielzeuge, schnappt sich Rico zielsicher das Stoffreptil.
Rico vollbringt auch ein noch kniffligeres Kunststück: Wirft seine Herrin ihm ein unbekanntes Spielzeug in eine Sammlung und bittet Rico um die Giraffe, dann läuft Rico los und holt die Giraffe - obwohl er das Wort vorher noch nie gehört hatte. Der Hund, folgern die Forscher, kann also durch hoch abstrahiertes Ausschlussverfahren zu dem Schluss gelangen, dass "Giraffe" der Name für den Gegenstand sein muss, den er bislang noch nicht kannte. Für Teamleiterin Julia Fischer ist das eine "reife, eigenständige Denkleistung", die auf logischen Operationen beruht.
Menschliche Fähigkeit beim Hund
Bisher hatten Wissenschaftler geglaubt, dass dieses so genannte "schnelle Zuordnen" - das Erschließen von Gegenstands-Bezeichnungen durch logisches Ableiten - eine rein menschliche Fähigkeit sei. Offensichtlich, so die Forscher, basieren aber bestimmte Teile des Sprachverständnisses auf geistigen Fähigkeiten, die nicht nur beim Menschen vorkommen und die sich unabhängig von der menschlichen Sprache entwickelt haben.
DPA
Rico bei der Arbeit: Sprache lernen wie ein Kind
Zudem besitzt Rico ein enormes Erinnerungsvermögen: Selbst vier Wochen nach dem Erlernen neuer Begriffe konnte er sich noch korrekt an die Worte erinnern - selbst wenn er in der Zwischenzeit die Gegenstände nicht zu Gesicht bekommen hatte. Diese Erfolgsquote entspricht laut Fischer der von dreijährigen Kindern.
Das hohe Abstraktionsvermögen der Vierbeiner ist etwa den Trainern von Blindenhunden schon seit langem bekannt. Bei der Ausbildung müssen die Tiere lernen, ihr Herrchen auf Befehl zur nächsten Treppe, zu einer freien Sitzgelegenheit oder zur Tür zu führen. Ausbilder berichten, dass die Tiere Begriffe verstehen lernen und dann in der Lage sind, an jeder beliebigen Bushaltestelle, vor einem Gebäude oder in einem Zimmer den Weg zum Ein- oder Ausgang zu weisen.
Auf den Menschen gekommen
Wieso aber sind Hunde so klug? Oder ist es nur Rico? Auf diese Frage kann das Forschertrio nur mit Hypothesen antworten. Vielleicht, so Juliane Kaminski, hat es mit der Domestizierung der Tiere zu tun. Schon seit 15.000 Jahren leben Hunde mit Menschen zusammen. "Es könnte sein", so die Forscherin, "dass sich die kognitiven Fähigkeiten der Hunde denen der Menschen angepasst haben."
So werten Hunde zum Beispiel menschliches Zeigen und Schauen als Kommunikation - im Unterschied zu ihren nächsten Verwandten, den Wölfen. Selbst mit Menschen aufgewachsene Wölfe können mit dem Konzept des Schauens und Zeigens nichts anfangen. Schafe allerdings, die ebenfalls seit rund 10.000 Jahren mit Menschen leben, reagieren ebenfalls auf menschliche Gesten und Blicke.
Auch Ricos Besitzerin Susanne Baus reagierte mit einem (gequälten) Blick, als sie gefragt wurde, ob Rico denn noch mehr Worte lernen könne. "Ja", meinte sie, "aber ich habe nicht noch mehr Platz für weitere Stofftiere."
Nach Rahns Verletzung droht DFB-Teamchef der Ausfall Paul Freiers Innerhalb von nur zwei Tagen musste Teamchef Rudi Völler den zweiten Rückschlag für die EURO in Portugal (12. Juni bis 4. Juli) hinnehmen. Nach dem Hamburger Christian Rahn steht wahrscheinlich auch der Bochumer Paul Freier wegen eines Innenbandeinrisses im linken Knie für die EM-Endrunde nicht zur Verfügung.
Nach einer historischen Tor-Gala von Michael Ballack hat die Stimmung in der deutschen Nationalmannschaft damit prompt einen herben Dämpfer erhalten.
Rückt Schweinsteiger nach? Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich die schwere Knieverletzung am Donnerstagabend beim 7:0 (4:0)-Schützenfest des Vize-Weltmeisters in Freiburg gegen Malta zugezogen. Freier war zur Pause eingewechselt worden, musste nach 15 Minuten aber schon wieder raus. Eine Kernspintomografie am Freitagnachmittag brachte schließlich die bittere Gewissheit. Völler wollte nach einer nochmaligen Untersuchung durch Mannschaftsarzt Dr. Hans Wilhelm Müller-Wohlfahrt jedoch erst am Samstag eine definitive Entscheidung treffen. Möglicher Nachrücker für Freier wäre "U21" -Nationalsp